Inhaltsübersicht
Sokar Nr. 8


1/2004
5. Jahrgang
52 Seiten
102 Fotos/Abb.

Von Chnum-Chufu zu Cheops
Transformationen eines Königsnamens
von Joachim F. Quack
Der Name des Erbauers der Großen Pyramide von Giza ist jedermann bekannt. Schließlich ist der Begriff Cheops-Pyramide weltweit geläufig. Aber vielleicht ist man beim Lesen auch schon auf den Namen Chufu oder noch andere Abweichungen gestoßen. Was hat es damit auf sich, und welche Berechtigung haben die verschiedenen Namensformen?
Seite 3–5

Die Chephren-Pyramide
Planänderung des Baukörpers und ihre Auswirkung auf das Kammersystem
von Jürgen Becker
Die Chephren-Pyramide weist hinsichtlich ihrer Eingangs- und Innenstrukturen sowie der außergewöhnlichen Ausdehnung der Fundamentierung (Terrassierung) mit mächtigen Kalksteinblöcken im Bereich der Süd-Ost- und der Nord-Ost-Ecke eine Reihe von Besonderheiten auf. Auffällig ist weiterhin, daß die Felsterrasse entlang den Pyramidenwest- und  -nordkanten deutlich unterschiedlich breit aus dem bis etwa 10 m hoch über dem Terrassenniveau anstehenden Plateaugelände von Giza gebrochen wurde. Dies hat seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts immer wieder Überlegungen zur Frage einer Änderung der Planung von Lage und Größe der Pyramidenbasis herausgefordert. Bis heute hat sich hierzu keine vorherrschende Meinung gebildet.
Seite 6–17

Wann, wie und warum begannen die Ägypter ihre Verstorbenen zu balsamieren?
von Renate Germer
Um es gleich deutlich zu sagen, keine dieser drei Fragen läßt sich heute mit Sicherheit beantworten. Da die Ägypter selbst sich nie mit Texten zu diesem Thema geäußert haben, können wir nur versuchen, aus den archäologischen Hinterlassenschaften eine Vorstellung dieses besonderen Phänomens der altägyptischen Kultur zu rekonstruieren.
Seite 18–19

Die »Zwillingspyramide« L 25 in Abusir
von Jaromír Krejcí und Miroslav Verner
Innerhalb der Monumente auf dem Pyramidenfeld von Abusir nimmt der in Karl Richard Lepsius’ archäologischer Karte der memphitischen Nekropole als Nr. 25 bezeichnete Grabkomplex einen besonderen Platz ein. Das Tschechische Ägyptologische Institut begann dort im Herbst 2001 seine Ausgrabungen und führte sie in den Jahren 2002 und 2003 fort.
Seite 20–22

Der Pyramidenkomplex Sesostris’ III. in Dahschur
von Peter Jánosi
Eine Besprechung des Bandes von Dieter Arnold, The Pyramid Complex of Senwosret III at Dahshur. Architectural Studies. With Contributions and an Appendix by Adela Oppenheim and Contributions by James P. Allen. Publications of the Metropolitan Museum of Art (Egyptian Expedition), New York, Band 26, 2002.
Seite 24–27

Der Sarkophag des Amenemhet III. in der Pyramide von Hawara
von Arno Sauerbier
Der Ägyptenreisende, der auf dem Pyramidenfeld von Dahschur beeindruckt vor dem gewaltigen Ziegelberg der ehemaligen Pyramide Amenemhets III. (»Schwarze Pyramide«) steht, wird ca. 40 km weiter südlich, am Rande des Faijum nahe dem heutigen Dorf Hawaret el-Makta, auf eine weitere Nekropole dieses Königs treffen, von der ebenfalls heute nur noch ein Ziegelberg sichtbar zeugt. Unter diesem schwarzen Tumulus verborgen und unerreichbar im Grundwasser liegt Architektur-Symbolik und vollendete Bautechnik, die 1888 in einer aufopfernden Grabungsleistung entdeckt und erforscht wurde.
Seite 28–35

Die Pyramiden Ägyptens – Monumente der Ewigkeit
Eine Ausstellung des Landes Niederösterreich und des Kunsthistorischen Museums Wien
(Schloß Schallaburg, 1. Mai bis 1. November 2004)
von Christian Hölzl
Seite 36–39

Die Entdeckung eines Königsgrabes der Zweiten Zwischenzeit
von Christian Winter
Bis Archäologen mit konkreten Grabungsarbeiten in einem ausgewählten Areal beginnen, sind im Vorfeld sorgfältige Planungen nötig. Sie müssen entscheiden, für welche Teile des meist weitläufigen Gebietes nähere Untersuchungen durchgeführt und die begrenzten finanziellen Mittel aufgewendet werden sollen. Steht ihnen dabei nur ein geringer Zeitraum zur Verfügung, sind diese Schritte um so entscheidender. So orientieren sie sich meist an topographischen und geographischen Merkmalen, führen Oberflächenbegehungen (Surveys) durch, lassen Überblicksfotografien aus der Luft anfertigen oder holen Informationen bei der lokalen Bevölkerung ein. In besonders günstigen Fällen allerdings können auch durch antike Quellen wichtige Hinweise gewonnen werden. Ein Beispiel für solch eine seltene Situation stellt die Freilegung des Pyramidengrabes eines Königs der 17. Dynastie in Theben-West mit Hilfe eines Papyrus aus altägyptischer Zeit dar.
Seite 40–43

Die Pyramide des Taharqo
von Angelika Lohwasser
Der Friedhof von Nuri ist der Begräbnisplatz der napatanischen Könige (Mitte 7. Jahrhundert bis Ende 4. Jahrhundert v. Chr.), der Nachfolger der schwarzen Pharaonen, die als 25. Dynastie Ägypten beherrschten. Die größte Pyramide allerdings stammt von Taharqo, dem mächtigsten der schwarzen Pharaonen, dem erbitterten Gegner der Assyrer. Noch heute gibt diese Pyramide viele Rätsel auf.
Seite 44–47

Die Mumie LMH 15531 aus Achmim
Eine redaktionell überarbeitete Zusammenfassung aus verschiedenen Beiträgen von Rosemarie Drenkhahn und Renate Germer aus dem Buch «Mumie und Computer II»
Seite 48–51