Inhaltsübersicht
Sokar Nr. 31
2/2015
16. Jahrgang
100 Seiten
155 Fotos/Abb.


Jenseits der Königskammer
Zu den Hohlräumen oberhalb der Grabkammer der Cheops-Pyramide

von Michael Haase
Oberhalb der Sarkophagkammer des Cheops befinden sich fünf übereinanderliegende Hohlräume, die zur Gesamtkonstruktion dieses Grabraumes gehören. Sie verdanken ihre Existenz der statisch notwendigen, vertikalen Verlagerung der für die Grabkammer geplanten Giebeldecke. An vielen Wänden der Hohlräume haben sich interessante Bauinschriften und -markierungen erhalten.
Seite 6–15

Ancient Egypt Transformed: The Middle Kingdom
Ein Ausstellung des Metropolitan Museum of Art, New York
von Dorothea Arnold
Das altägyptische Mittlere Reich (ca. 2030–1640 v. Chr.) entstand aus der Wiederbelebung ägyptischer Einigung, Wohlstand und kulturellem Zusammenhang nach dem Schock des
Auseinanderfallens des Alten Reiches, des etwa 500-jährigen Pyramidenzeitalters. Bis Ende Januar 2016 findet im Metropolitan Museum of Art, New York, eine Ausstellung statt, die sich mit den politischen, sozialen und kulturellen Errungenschaften dieser Epoche beschäftigt.
Seite 16–25

Ein Modell des Pyramidenbezirks Sesostris’ III.
Moderne Rekonstruktionsfragen – antike Bauprobleme

von Dieter Arnold
Der Pyramidenbezirk des Königs Sesostris III. aus dem Mittleren Reich in Dahschur war ein ungewöhnlicher Komplex, der die Forschung seit vielen Jahren beschäftigt. Das Metropolitan Museum of Art, New York, ließ für die Ausstellung »Ancient Egypt Transformed: The Middle Kingdom« ein Modell dieses Komplexes anfertigen. Der Autor beschäftigt sich auf der Grundlage der modernen Rekonstruktion mit einer Reihe von Problemstellungen beim Bau der Pyramidenanlage.
Seite 26–37

Der Bildhauer Thutmoses und sein soziales Umfeld in Amarna
von Christian Tietze
König Echnatons nur kurzlebige Hauptstadt Amarna wird seit langer Zeit erforscht. Insbesondere die Grabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft von 1911 bis 1914 bilden eine wichtige Grundlage. Durch die Freilegung großer Teile der Stadt konnte man u. a. eine Baugeschichte offenlegen, die wesentliche Hinweise auf die Sozialstruktur der ägyptischen Gesellschaft zulässt. Als Beispiel soll hier das Wohnviertel untersucht werden, in dem der Bildhauer Thutmoses, der Schöpfer der berühmten Büste der Königin Nofretete, lebte.
Seite 38–53

Ein Pyramidenfriedhof auf der Insel Sai
von Julia Budka
Die typisch ägyptische Grabform der Pyramide erfreute sich
ab der fortgeschrittenen 18. Dynastie auch in Nubien großer Beliebtheit. Auf die in Unter- und Obernubien während des Neuen Reiches errichteten Lehmziegelpyramiden dürften auch die Königspyramiden der 25. Dynastie in Kurru und Nuri zurückgehen. Neufunde des Projekts »AcrossBorders« belegen nun erstmals ein wesentliches Bauelement der Pyramiden des Neuen Reiches auf der Insel Sai: den Abschlussstein in Form eines dekorierten Pyramidions aus Sandstein.
Seite 54–65

Ferne und neue Welten
Aktuelle Forschungen der »Joint Mission Cairo-Munich« in Tuna el-Gebel
von Mélanie C. Flossmann-Schütze
Seit mehr als 30 Jahren forscht ein interdisziplinäres Team deutscher und ägyptischer Fachleute in Tuna el-Gebel, dem antiken Friedhofsareal von Hermopolis Magna. Während in der Vergangenheit das Augenmerk der archäologischen Aktivitäten auf der unterirdischen Tiernekropole und ihren Oberbauten lag, konzentrieren sich die jüngsten Unternehmungen auf das Siedlungsareal der lokalen Religionsgemeinschaft.
Seite 66–79

Ägypten als Ausgangspunkt römischer Expansion
Die Feldzüge des Aelius Gallus nach Arabien und des Publius Petronius nach Nubien
von Lena Kaumanns und Gunnar Sperveslage
Kaiser Augustus ließ von der nur wenige Jahre zuvor eroberten Provinz Aegyptus aus zwei Feldzüge nach Arabien und Nubien durchführen, um die neue Reichsgrenze zu sichern. Allerdings kam es in keinem der beiden Fälle zu einer territorialen Vergrößerung des Römischen Imperiums, und es wurde auch später kein weiterer Versuch unternommen, diese Gebiete zu unterwerfen.
Seite 80–91

Eine Terrakottafigur der Göttin Isis-Aphrodite
von Hermann A. Schlögl und Regine Buxtorf
In griechisch-römischer Zeit hatte die ägyptische Göttin Isis einen so hohen Kultstatus gefunden, dass sich ihre Verehrung im ganzen Mittelmeergebiet und darüber hinaus ausbreitete. Dabei bekam Isis durch Vermischung verschiedener religiöser Vorstellungen neue Eigenschaften, die nicht zu ihrem ursprünglichen Wesen gehörten. In der Kunst erschien sie plötzlich in völlig hellenistischen und römischen Formen. Eine dieser Mixturen bildete die Verbindung der Isis mit der griechischen Liebesgöttin Aphrodite.
Seite 92–97


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