Inhaltsübersicht
Sokar Nr. 29


2/2014
15. Jahrgang
100 Seiten
145 Fotos/Abb.


Ein Garten des Königs Snofru in Dahschur
von Felix Arnold
Zwischen 2012 und 2014 führte das Deutsche Archäologische Institut, Abteilung Kairo, weitere Untersuchungen am Taltempel der Knickpyramide in Dahschur durch – mit bemerkenswerten Ergebnissen. Neben der Ermittlung unterschiedlicher Bauphasen am Tempel und seines Bezirks konnte auch eine umfangreiche Gartenanlage eines Vorgängerbauwerks lokalisiert werden.
Seite 6–13

Szenen einer Nilpferdjagd in der Grabkammer des Unas
von Mohammad M. Youssef
Im Jahr 2007 wurden bei Restaurierungsarbeiten in der Grabkammer der Unas-Pyramide an den Wänden überraschenderweise Spuren einer früheren Dekoration gefunden, die einen König bei der Nilpferdjagd zeigt. Woher stammen diese Steinblöcke, die unter Unas neu bearbeitet und in dessen Grabmal verbaut wurden?
Seite 14–19

Der Gott Ptah und die memphitische Theologie
von Miroslav Verner
Der Schöpfergott Ptah spielte im altägyptischen Pantheon eine wichtige Rolle. Seine mächtige Priesterschaft war im Alten Reich im memphitischen Raum verortet; sein Kult breitete sich aber mit der Zeit über ganz Ägypten bis nach Nubien aus. Bemerkenswert war die religiöse Idee, Ptah habe die Schöpfung der Welt durch die Kraft seiner Worte bewerkstelligt; ein informatives Zeugnis dieses theologischen Konzeptes stellt eine Stele aus Basalt dar, die König Schabaka in der 25. Dynastie vermutlich im Ptah-Tempel von Memphis aufstellen ließ.
Seite 20–29

Neue Forschungen in Tell el-Dab‘a
von Irene Forstner-Müller
Seit fast 50 Jahren führt die Zweigstelle Kairo des Österreichischen Archäologischen Instituts Ausgrabungen in Tell el-Dab‘a, dem antiken Avaris, durch. Der Schwerpunkt der aktuellen Arbeiten liegt auf zielgerichteten punktuellen Untersuchungen, die darauf abzielen, die innere Organisation der Stadt und die Zusammenhänge zwischen den einzelnen funktionalen Teilen derselben zu ergründen. Dazu gehören auch die Hafenanlagen von Avaris. Im alten Ägypten, in dem der Nil die wichtigste Verkehrsader darstellte, sind solche zentralen Orte wichtige Kontaktstellen nach außen als auch nach innen und als Umschlagplätze von Waren und Ideen von größter Bedeutung für die moderne Forschung.
Seite 30–45

Königin Nofretete
von Hermann A. Schlögl
Zusammen mit ihrem Ehemann Echnaton gehörte die Königin Nofretete zu den bemerkenswertesten Persönlichkeiten des Alten Ägypten. Als gleichrangige Mitregentin spielte sie auch eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung der für die damalige Zeit revolutionären religiösen Ideen Echnatons. Auf der Grundlage neuer DNS-Analysen lässt sich nun die familiäre Abstammung der Nofretete richtigstellen.
Seite 46–55

Votivgaben für Osiris
von Julia Budka
Seit 2006 widmet sich ein Projekt des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo, der späteren Nutzungsphase der königlichen Frühzeitnekropole von Umm el-Qaab in Abydos und der historischen und kulthistorischen Einordnung entsprechender Funde und Befunde des dortigen, drei Jahrtausende währenden Osiris-Kultes. Die Details zur Genese und der diachronen Entwicklung dieses Kults sind allerdings noch nahezu unbekannt – bisherige Studien stützten sich vorrangig auf sekundäre Textquellen. Zum ersten Mal werden nun die primären Zeugnisse im Detail und vollen Umfang in den Fokus genommen.
Seite 56–65

Im Fundament des Kalabscha-Tempels
von Dieter Arnold
Der Tempelbezirk des nubischen Gottes Mandulis von Kalabscha stammt aus ptolemäisch-römischer Zeit. Als Ergänzung zu der historischen Betrachtung des Kalabscha-Tores im Ägyptischen Museum Berlin in der SOKAR-Ausgabe 28 fügt der Autor in seinem Beitrag noch einige Erinnerungen an die Bergung des Tores im Jahr 1963 hinzu. Denn nur wenige Besucher des Berliner Tempeltores oder des Kalabscha- Tempels im Stausee von Assuan sind mit den Umständen der Verlegung des Tempels vor über 50 Jahren vertraut.
Seite 66–73

Der Isis-Tempel in Pompeji
von Lena Kaumanns und Gunnar Sperveslage
Isis ist eine der ältesten und wichtigsten Gottheiten Altägyptens. Ihr Bedeutungsspektrum umfasste Funktionen in Bezug auf das Königtum, sie wirkte aber auch in alle Bereiche und alle Schichten des menschlichen Lebens und konnte dadurch zu einer Universalgöttin werden. Als solche wurde sie auch im Ausland sehr populär, u. a. im Römischen Reich. Verbreitung und Bedeutung ihres Kultes in der römischen Kultur sollen daher am Beispiel des Isis-Tempels in Pompeji, einem der ersten römischen Isis-Heiligtümer, aufgezeigt werden.
Seite 74–95


Startseite
Übersicht Sokar