Inhaltsübersicht
Sokar Nr. 28


1/2014
15. Jahrgang
100 Seiten
157 Fotos/Abb.


Die Wiederentdeckung des Pyramidenbezirks des Djedkare-Isesi in Sakkara-Süd
von Mohamed Megahed
Der Pyramidenkomplex des Djedkare-Isesi
in Sakkara-Süd hat im Vergleich zu vielen anderen Grabanlagen der 2. Hälfte des Alten Reiches bisher keine große Beachtung in der Fachwelt gefunden, da seit seiner Erforschung nur wenig Material veröffentlicht wurde. Der Autor versucht auch aufgrund aktueller neuer Ausgrabungen, diesen Grabbezirk anhand seiner Architektur und seiner Reliefdekoration, die mehr als 50 Jahre lang in den Magazinen der Ägyptischen Antikenverwaltung vergessen wurde, »wiederzuentdecken«.
Seite 6–19

Ein zweiter Mentuhotep-Tempel?
von Dieter Arnold
Vor einem Jahrhundert entdeckte Robert Mond auf dem thebanischen
Westufer eine architektonisch aufwendige, aber leider unbeschriftete unterirdische Grabanlage. Diese Entdeckung blieb längere Zeit unbeachtet; erst 1920/21 unternahm Herbert E. Winlock dort eine groß angelegte Grabung, denn er vermutete, dass dieses Grab Mentuhotep III. Seanchkare aus der Anfangszeit des Mittleren Reiches gehörte. Im vorliegenden Beitrag wertet der Autor erhaltene Unterlagen dieser Grabung aus und geht der Frage nach, ob hier tatsächlich der Grabbezirk eines Königs aus der Übergangsphase von der 11. zur 12. Dynastie begonnen worden ist.
Seite 20–27

Neues zur Tempelstadt der 18. Dynastie auf Sai Island
von Julia Budka
Das Projekt AcrossBorders untersucht seit 2012 ägyptische Siedlungspolitik in Obernubien (Nordsudan), wobei die pharaonische Stadt auf der Insel Sai im Mittelpunkt steht. Die zweite Feldkampagne fand von Januar bis Februar 2014 statt; die Ergebnisse bestätigen erste Resultate der Vorjahrskampagne und erbrachten darüber hinaus neue Erkenntnisse, die wesentlich zum besseren Verständnis der Genese der wichtigen Tempelstadt Sai beitragen.
Seite 28–37

Augustus und die römische Provinz Aegyptus
von Günther Hölbl
Nach mehr als zweihundertjährigen, wechselvollen Beziehungen zwischen dem Ptolemäerreich und Rom schuf der siegreiche Konsul Octavian die römische Provinz Aegyptus. Das Land am Nil wurde durch den Praefectus Aegypti und seine Beamten direkt an den Kaiser (Augustus ab 27 v. Chr.) gebunden. Konflikte im Inneren sowie mit dem südlichen Nachbarn konnten zwar militärisch gelöst werden, jedoch erforderte eine kluge Religionspolitik die Fortführung des alten Pharaonentums im Bereich der Tempel, womit eine grandiose, sakrale Bautätigkeit in der ganzen Provinz im Namen des Augustus einsetzte.
Seite 38–53

Das Kalabscha-Tor im Ägyptischen Museum Berlin
von Olivia Zorn
Als in den 1950er Jahren bei dem weltweiten Unesco-Aufruf zur Rettung der ägyptisch-nubischen Tempel vor den Fluten des neuen Staudammes der Kalabscha-Tempel auf der Bundesrepublik Deutschland als Objekt zur Versetzung an einen höher gelegenen Standort zugeteilt wurde, ahnte man noch nicht, welche »Wundersteine« der Tempel in seinen Wänden und dem Fundamentbereich barg.
Seite 54–67

Der Kopf einer Augustus-Statue aus Meroe
von Uros Matic
Vor einem Jahrhundert entdeckte der britische Archäologe John Garstang in einer Grube am Eingang eines Tempels in der »Königsstadt« von Meroe den Kopf einer Statue des römischen Kaisers Augustus. Zu diesem bemerkenswerten Fundobjekt stellen sich nach wie vor grundlegende Fragen.
Seite 68–71

Die Obelisken des Augustus in Rom
von Michael Haase
Im Rahmen eines politisch motivierten Bauprogramms sind unter Augustus vier Obelisken nach Rom gebracht worden. Sie wurden gezielt an ausgewählten Stellen der Stadt aufgestellt und sollten u. a. den militärischen Sieg über Ägypten dokumentieren. Nach dem Untergang des Römischen Reiches fielen auch diese Obelisken der Zerstörung und dem Verfall anheim; sie lagen Jahrhunderte lang umgestürzt und zerbrochen im Untergrund, ehe man sie Ende des 15./Anfang des 16. Jahrhunderts wiederentdeckte, nach und nach barg und restaurierte und an neuen Standorten wieder aufstellte.
Seite 72–89

Der Münchner Obelisk
von Arnulf Schlüter
Am 26. Oktober 2010 wurde der Münchner Obelisk als erstes Objekt in den Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst eingebracht. Mit der Eröffnung des Museums im Juni 2013 ist der derzeit einzige antike Obelisk in Deutschland nun in seinem neuen Quartier, inmitten des Münchner Kunstareals, zu bewundern und hat seine vorläufig letzte Station auf einer langen Reise erreicht.
Seite 90–97


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