Inhaltsübersicht
Sokar Nr. 18


1/2009
10. Jahrgang
100 Seiten
179 Fotos/Abb.


Spurensuche am Aufweg der Knickpyramide
von Nicole Alexanian / Stephan J. Seidlmayer
Im Jahr 2008 unternahm das Deutsche Archäologische Institut, Abteilung Kairo, in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin wieder Grabungen in der Nekropole von Dahschur. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch magnetometrische Messungen und Bohrarbeiten im östlichen Teil des zur Knickpyramide führenden Wadi, dem sogenannten »Snofrutal«, durchgeführt.
Seite 22–23

SCA-Pressemitteilung
Königinnenpyramide in Sakkara entdeckt
Im November 2008 wurden unweit der Grabanlage des Königs Teti in Sakkara die Reste einer kleinen Pyramide entdeckt. Aufgrund der Lage, Architektur und Fundsituation gehen die Ausgräber davon aus, daß es sich hierbei um das Grabmal von Tetis Mutter, Seschseschet, handelt.
Seite 24–25 

Zur Struktur der Pyramidennamen der 4. Dynastie
von Roman Gundacker
Die Übersetzung der Namen von Pyramiden der 4. Dynastie folgt – im Gegensatz zu denen der 5. und 6. Dynastie – bisher keinem festen Muster. Ein Schlüssel zur Lösung dieses Problems ist dabei vermutlich in einer heute nur noch teilweise erhaltenen Schreibung des Namens der Pyramide von Meidum zu finden.
Seite 26–30 

SERIE
Die Straßen der Pharaonen, Teil 1: Grundlagen
von Heidi Köpp
Der Nil war die Hauptverkehrsader des Alten Ägypten; abzweigend von ihm erfolgte der Schiffsverkehr über natürliche und künstliche Kanäle. Darüber hinaus gab es aber auch noch Landverbindungen, die zwischen Siedlungen, Hafenanlagen, Wirtschaftsstandorten und Tempeln verliefen. Ihre Bedeutung für Binnenverkehr und -wirtschaft wie auch für das normale Alltagsleben ist nicht zu unterschätzen. Doch wie sahen diese Landwege aus?
Seite 31–37 

Das Bewegen schwerer Steinobjekte im Alten Ägypten
Experimente in der Ebene und auf geneigten Flächen
von Denys Stocks
Bei der Errichtung von Pyramiden, Tempeln und anderen großen Bauwerken mußten ägyptische Handwerker Reibung und Schwerkraft überwinden, wenn sie große Steinblöcke in beachtliche Höhen bewegen wollten. In gewissen Situationen konnten die Eigenschaften von Reibung und Schwerkraft aber auch hilfreich sein.
Seite 38–43 

Der Zusammenbruch des Alten Reiches
von Miroslav Bárta
Für einen modernen Beobachter erscheint die Geschichte des Alten Reiches als monumentale Abfolge bedeutender Taten und großer architektonischer Leistungen. Aber wie sah es im Hintergrund aus? Was waren die Gründe für den Zerfall dieser Epoche? War es ein langsamer Prozeß oder eher die Konsequenz einer schnellen Entwicklung? Oder gar das Ergebnis einiger Fehler und des Mißmanagements seitens der regierenden Könige und der Elite?
Seite 44–53 

Der Friedhof von Zarabi
von Wolfram Grajetzki
Der Friedhof von Zarabi bestand aus einfachen Grubengräbern, die einer am Ende des Alten Reiches lebenden, bäuerlichen Bevölkerung zuzurechnen sind. Das Areal wurde bislang nur sporadisch veröffentlicht, wobei nicht die Gräber im einzelnen, sondern nur deren Funde in Beispielen vorgestellt worden sind.
Seite 54–59 

Die Pyramide des Mentuhotep
von Gunnar Sperveslage
Im Zentrum des Mentuhotep-Tempels in Deir el-Bahari erhebt sich ein massiver, unzugänglicher Kernbau, dessen Rekonstruktion aufgrund seines Erhaltungszustandes und seiner Einzigartigkeit zu anhaltenden Diskussionen geführt hat. Die Ergebnisse der Grabungen in Dra‘ Abu el-Naga haben diese Diskussion wieder entfacht und neue Argumente geliefert, die für eine Pyramide als Kernbau dieses Tempels sprechen.
Seite 60–69 

SERIE
Rückkehr und Neubeginn, Teil 2: Die Opferkammer des Manofer
von Dana Bisping-Isermann
Eine Sonderstellung im aufwendig restaurierten und in Teilen neu erbauten Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel nehmen u. a. die Opferkammern des Alten Reiches ein, von denen in dieser Ausgabe die des Manofer vorgestellt wird.
Seite 70–76

----- Berichte aus frühdynastischer Zeit -----

Neue Forschungen in Abydos

von Günter Dreyer
Seite 6–7 

Die Debatte um die königlichen »Kenotaphe« in der Frühzeit
von Jan Bock / Oliver Gauert
Aus der Idee, daß es sich bei den frühdynastischen Anlagen in Abydos und Sakkara jeweils um einander entsprechende Grabbauten ein und desselben Königs handelte, entwickelte sich im Lauf des 20. Jahrhunderts die Hypothese, die Herrscher der 1. Dynastie hätten neben ihren eigentlichen Grabstätten in Ober- oder Unterägypten auch Kenotaphe im jeweils anderen Landesteil besessen. Diese Annahme kann und sollte heute als widerlegt gelten; dennoch ist die Diskussion darum nie wirklich abgebrochen.
Seite 8–19

Neuentdeckte Kammern in Grab des Ninetjer
von Günter Dreyer
Seite 20–21

----- Nachrichten aus Ägypten -----

Zur Stele des Mes
von Hermann A. Schlögl
Detaillierte Untersuchung eines bedeutenden Stelenfragments des Bauleiters Mes aus schwarzem Granit.
Seite 77–79

Der »Lichthof« im Grab des Anch-Hor
von Julia Budka
Ausführlicher Übersichtsartikel über die Forschungsgeschichte, Architektur, Befunde und Funktion des »Lichthofs« im spätzeitlichen Tempelgrab des Anch-Hor im Asasif/Theben-West.
Seite 80–87

Totgesagte leben länger
Das Berliner Mumienforschungsprojekt
von Renate Germer
Ein Bericht über die lange, wechselvolle Geschichte der Berliner Mumiensammlung und die Ergebnisse der diesbezüglichen Forschungen der letzten Jahrzehnte.
Seite 88–91

Google Earth als Informationssystem in der Archäologie
von Iman Kulitz / Peter Ferschin
Übersichtsartikel über ein Informationssystem, auf dem archäologische Daten und virtuelle Modelle gespeichert, geändert und betrachtet werden können.
Seite 92–97